Neurodermitis in der kalten Jahreszeit


Hochsaison für Kortison?
Neurodermitis in der kalten Jahreszeit
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Personen mit Neurodermitis sehen dem Winter mit gemischten Gefühlen entgegen. Wenn die Temperaturen sinken, verstärken sich ihre Beschwerden. Glücklicherweise helfen statt Kortison oft schon einfache Cremes gut durch die kalte Jahreszeit.

Im Winter hat Neurodermitis Hochsaison

„Vor allem im Herbst kommt es zu Neurodermitis-Schüben, da die kühlen Außentemperaturen und die trockene Heizungsluft der Haut besonders zusetzen“, berichtet Dr. Utta Petzold, Dermatologin bei der Barmer GEK. Um die Entzündung zu lindern, greifen viele Betroffene zu freiverkäuflichen Kortisoncremes aus der Apotheke. „Kortison-Präparate sollten aber nur in Absprache mit dem Hautarzt eingesetzt werden“, warnt die Dermatologin.

Konsequente Pflege schützt vor akuten Schüben

Kortison-Präparate lindern die Entzündung im akuten Krankheitsstadium. Doch die vermeintlich „einfachen“ Cremes haben eine ebenso wichtige Aufgabe. Bei regelmäßiger Anwendung lindern sie die Beschwerden und vermindern die Anzahl der Krankheitsschübe. Dr. Petzold rät deshalb: Grundsätzlich sollte die Behandlung der Haut auch im entzündungsfreien Stadium fortgesetzt werden.“

Basispflege für Neurodermitiker*innen

Die ideale Basispflege für Neurodermitiker*innen ist frei von Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen. Zum Waschen eignen sich rückfettende Substanzen. Cremes mit Harnstoff speichern Feuchtigkeit. Präparate mit Nachtkerzenöl lindern Hautrötungen und wirken leicht antibakteriell. Auch Cremes mit hautähnlichen Fetten sind gut geeignet. Im Winter kommen fetthaltigere Varianten zum Einsatz als im Sommer.

Im Zweifelsfall den Arzt fragen

Bei schwereren Formen der Neurodermitis genügen einfache Cremes nicht. Deshalb ist vor dem Gang zum Kosmetikregal ein Besuch in der Arztpraxis angezeigt. „Der Hautarzt kann am besten abschätzen, ob die Neurodermitiker*in mit herkömmlichen Cremes behandelt werden kann oder ob verschreibungspflichtige Präparate mit entzündungshemmenden Wirkstoffen erforderlich sind“, betont Dr. Petzold.

Quelle: Barmer GEK

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