Schmerzmittel im Freizeitsport


Risiken kaum bekannt
Schmerzmittel im Freizeitsport
Izf/Shutterstock.com
Sport ist gesund und schult das Bewusstsein für die eigenen Grenzen.

Die Einnahme von verschreibungsfreien Schmerzmitteln kann zu Überlastung und gefährlichen Spätfolgen führen. Doch kaum einem Sportler sind die Risiken bewusst.

Jede Tablette erhöht Gesundheitsrisiko

Die Zeit der Stadtläufe und Marathons beginnt und viele Laiensportler bereiten sich intensiv auf ihren Start vor. Dabei wird die Einnahme von Analgetika (Schmerzmittel) – entweder vorbeugend oder gegen bestehende Schmerzen –  immer populärer. Die Sportler versprechen sich dadurch, besser durch einen Wettkampf zu kommen und einen Rennabbruch zu vermeiden. Eine Umfrage unter 4000 Marathonteilnehmern in Bonn ergab, dass jeder Zweite vor dem Lauf ein Analgetikum eingenommen hatte und jeder Zehnte schon unter Ibuprofen oder Diclofenac trainiert hatte.

Die Gefahren dieser Medikamenteneinnahme waren 90 Prozent nicht klar. Die Risiken überwiegen den vermeintlichen Nutzen, warnt die Apothekerkammer Niedersachsen. Nach Einnahme des scheinbar harmlosen Wirkstoffes ASS gab es bei Läufern bereits schwere Herzereignisse wie Infarkte. Schmerzmittel beeinträchtigen die Barrierefunktion des Darmes gegen eindringende Bakterien und Gifte und wirken sich negativ auf die Durchblutung der Niere aus. Kombiniert mit einem Wasser- und Elektrolytmangel, wie sie bei Läufern häufig auftreten, kann es zu Nierenschäden und Blutverlusten im Darm kommen.

Apotheker sind gefragt: individuelle Beratung erforderlich

Läufer, die trotz Beschwerden starten möchten, sollten sich in ihrer Apotheke beraten lassen. Wadenkrämpfe reduzieren sich durch die Einnahme von Magnesium und lokal wirkende Salben verringern Gelenk- und Muskelschmerzen. Soll ein Schmerzmittel eingesetzt werden, wird der Apotheker auf die gesundheitlichen Risiken hinweisen und klären, ob der Wirkstoff bis Rennbeginn wieder abgebaut ist. Bei chronischen Schmerzen ist der Besuch bei einem Arzt dringend anzuraten.

Quelle: Apothekerkammer Niedersachsen

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