Salztropfen verkürzen Schnupfen


Erkältetes Kleinkind

Mutter tropft kleinem Mädchen mit Schnupfen salzhaltige Nasentropfen in die Nase.
mauritius images / Mauricio jordan de souza coelho / Alamy / Alamy Stock Photos

Wenn sich kleine Kinder mit Schnupfen quälen, leidet die ganze Familie mit – und steckt sich häufig auch noch an. Doch die Schnupfenzeit der Kleinen lässt sich verkürzen: Und zwar mit salzhaltigen Nasentropfen.

Stärkere Beschwerden als Erwachsene

Erkältungen sind für Kinder eine große Herausforderung. Sie erkranken viel häufiger daran als Erwachsene, und ihre Beschwerden sind meist ausgeprägter. Oft leiden sie zudem noch länger an ihrem Schnupfen als die Großen.

Die Behandlungsmöglichkeiten sind für kleine Kinder gering. Viele Medikamente sind für sie nicht geeignet oder nicht zugelassen. Manche verringern zwar die Beschwerden, verkürzen aber nicht die Erkrankungsdauer. Ob salzhaltige Nasentropfen Abhilfe verschaffen können, untersuchte kürzlich ein schottisches Team an 407 Kindern im Alter bis zu sechs Jahren.

Zwei Tage weniger Schnupfen

301 dieser Kinder erkrankten im Studienzeitraum an einer Erkältung. 150 von ihnen bekamen von ihren Eltern mindestens 4 Mal täglich hypertone Kochsalzlösung als Nasentropfen verabreicht, und zwar 3 Tropfen in jedes Nasenloch. Die Salzlösung wurde von den Eltern aus Meersalz und Wasser selbst hergestellt, die Konzentration betrug etwa 2,6 %. Die übrigen Kinder erhielten keine salzhaltigen Nasentropfen.

Die 2,6%ige Kochsalzlösung war höchst erfolgreich: Die Kinder der Salzgruppe litten sechs Tage unter ihrer Erkältung, die anderen acht Tage. Zudem brauchten die Salzkinder weniger zusätzliche Medikamente, um ihre Beschwerden zu lindern. Außerdem steckten sich in den Familien, in denen das Kind salzhaltige Nasentropfen erhalten hatte, deutlich weniger Angehörige an.

Ganze Familie profitiert

Mit dieser günstigen und sicheren Maßnahme lässt sich nicht nur die Dauer einer für Kleinkinder oft besonders unangenehmen Erkältung um zwei Tage verringern, resümieren die Studienautor*innen. Da sich weniger Geschwister und Eltern anstecken, profitiert auch die gesamte Familie von der Behandlung. Ein weiterer Pluspunkt: Die Nasentropfen lassen sich mit Wasser und Salz selbst herstellen. Wer das nicht möchte, kann salzhaltige Nasentropfen auch in der Apotheke erwerben. Bevor man sie jedoch bei Kleinkindern einsetzt, sollte man dafür das generelle „Go“ der Kinderärzt*in einholen.

Quelle: Ärzteblatt

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